Lichtblick für Crevetten

 

Damit weibliche Crevetten in Zuchtbetrieben möglichst schnell geschlechtsreif werden und mehr und zuverlässiger Eier produzieren, trennt man ihnen meist einen Augenstiel ab. Die Augenstiele enthalten hormonproduzierende Drüsen. Diese Hormone verzögern die Fortpflanzung. Daher sind sie unerwünscht für eine möglichst profitable Zucht.
Doch gegen diese Tierquälerei regt sich zunehmend Widerstand. Obwohl unklar ist, ob Crevetten Schmerzen empfinden, kann man nicht ausschliessen, dass sie unter dieser Verstümmelung leiden.
Allerdings gibt es warnende Stimmen, die befürchten, dass der Verzicht auf diese Quälerei dazu führen könnte, dass vermehrt frei lebende eiertragende Crevetten aus der Wildnis gefangen würden, was deren Populationen empfindlich schwächt. Ausserdem befürchten manche, dass Züchter in armen Regionen weniger Einkommen hätten, wenn das Entfernen der Augenstile nicht mehr erlaubt wäre.

Diese Tierquälerei zur Profitmaximierung könnte dank einer neuen Studie dennoch bald der Vergangenheit angehören. Forscher haben herausgefunden, dass die finanziellen Nachteile dieser Verstümmelung womöglich grösser sind als der Gewinn. Die Entfernung des Augenstils führt unter anderem zu einem verzögertem Wachstum, kürzeren Häutungszyklen, einer höheren Sterberate und kann auch die Qualität der Eier beeinträchtigen. Da die Brieftasche bekanntlich das empfindlichste menschliche „Organ“ ist, dürften die Tage dieser Qualmethode gezählt sein. 

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