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fair fish news – Archiv

 
2017
 

Freitag 22. September
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fair-fish Stände in Baden und in Winterthur.
Das Programm des Festivals finden Sie hier.
Mehr Informationen zum Filme für die Erde Festival finden Sie hier.
Ort: Baden und Winterthur

 
2. und 3. September
fair-fish Stand an den Going wild! Erlebnistagen im Zoo Zürich.
 
23. April (10:45 – 11:45 Uhr und 13:15 – 14:15 Uhr) 
Susanne Hagen (fair-fish Co-Geschäftsleiterin) nimmt an zwei Podiumsdiskussionen teil:
„Flossen weg!“ eine Diskussion zum Thema Überfischung sowie „Hauptsache gesund!? Nachdenken über eine zentrale Leitfigur unseres Essens“.
Ort: Landesmesse Stuttgart, Slow Food Messe, Forumsbühne
 
 
 
 
6. und 7. Mai fair-fish-Infostand
Besuchen Sie uns am Umwelt- und Sozialforum SUFO. Geniessen Sie biologische Köstlichkeiten und Infostände von engagierten Organisationen. Details zum SUFO finden Sie unter:
Ort: St. Gallen 
 
 
 
 
13. Mai fair-fish-Infostand
Erleben Sie Nachhaltigkeit auf lustvolle Art am eco.festival 2017. Es erwarten Sie kulinarische und musikalische Genüsse, innovative Ideen, nachhaltige Produkte und vieles mehr. Details zur Veranstaltung finden Sie unter:
Ort: Basel (Barfüsserplatz)

 

 

 

 

2011

fair-fish am 1. Dezember in Graz

Do, 1. Dez. 2011, 19:00 Uhr, Grüne Akademie Graz:

Die Meere sind leer?
Die Fischer in Afrika freut's, dass wir ihren Fang kaufen?
Die Meere existieren auch ohne Fische?
Mehr Infos hier.

fair-fish am 8. Oktober in Bremerhaven

Die Tagung «Wem gehört der Fisch?» konfrontiert damit, dass Kleinfischer im Wettkampf um überfischte Bestönde von der industriellen Fischerei verdrängt werden. Eine Entwicklung, die angetrieben wird durch eine Zunahme des Fischkonsums und eine Ausweitung des Handels mit Fischereierzeugnissen. Es referieren Kai Kaschinski (Fair Oceans), Rainer Froese (IFM-GEOMAR), Francisco Mari (Evang. Entwicklungsdienst), Marc Nolting (GTZ), Gaoussou Gueye (CONIPAS, Senegal), Billo Heinzpeter Studer (fair-fish) u.a.m.
Samstag 8. Oktober 2011, 10.30–18.00 Uhr im Klimahaus in Bremerhaven. Programm.

fair-fish am 25. September in Zürich

Im Rahmen der Messe LifeFair findet ein Workshop zur nachhaltigen Fischerei statt, mit Beiträgen von Mariann Breu (WWF), Billo Heinzpeter Studer (fair-fish) und Rolf Schatz (Dä Neu Fischer).
Sonntag, 25. September 2011, 13:30–15:20 Uhr in der Messe Zürich, Halle 6. Programm

 

 

2010

Korrespondenz mit Brüssel

Hans Raab will doch wieder «melandern», mit unerlaubter Methode

09/2010: Eigentlich hatte Hans Raab eine Klage auf 105 Millionen Franken Schadenersatz einreichen wollen. Offenbar verzichtet er nun darauf. Der Verein fair-fish ist erleichtert, dass er seine Energien wieder ganz auf sinnvolle Aufgaben konzentrieren kann statt auf einen für niemand verständlichen Prozess.
Nicht erleichtert ist fair-fish hingegen über die Absichts Raabs, stur an seiner nicht erlaubten Schlachtmethode festzuhalten. fair-fish erwartet, dass die St. Galler Behörden gestützt auf das Tierschutzgesetz die nötigen Massnamen ergreifen, notfalls bis hin zu einem Verbot der Tierhaltung – und dass das Bundesamt für Veterinärwesen diesmal den St. Galler Kantonstierarzt in seiner undankbaren Vollzugsaufgabe weniger zaghaft unterstützt. Mehr.

Meeresschutzgebiet: sofort unterschreiben!

03/2010: Heute Freitag 5. März um Mitternacht endet die Anhörung der britischen Regierung zur Schaffung des weltweit bisher grössten Meeresschutzgebiets rund um den Chagos-Archipel im Indischen Ozean. Fischereiunternehmer machen Widerstand dagegen und wollen weiterhin freien Zugang zu den Korallenriffen – also zur wichtigsten Brutstätte vieler bereits dezimierter Fischarten. Zeigt der britischen Regierung mit dieser Petition , dass die Interessen der Fischerei-Industriellen klar in der Minderheit sind – heute noch unterschreiben, bitte!

Neustart im Senegal

02/2010: Derzeit sind wir dabei, alles für den Neustart des fair-fish-Projekts im Senegal vorzubereiten und die notwendigen Mittel für die Aufbauphase zu beschaffen. Mehr dazu hier. Wenn Sie uns dabei unterstützen möchten: Projektbeschrieb . Bildberichte von unserem Projektbesuch hier.

Forderungen an die EU-Fischereipolitik

01/2010: Zur geplanten Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) der EU nimmt fair-fish kritisch Stellung, schlägt verschiedene neue Massnahmen vor und verlangt deren entschiedene Umsetzung, damit die europäische Fischerei endlich nachhaltig gestaltet werden kann. Mehr dazu: Deutsche und englische Fassung.

 

2009

«Melandern» auch in Deutschland verboten

08/2009: Hans Raab will seine Fischfabrik aus der Ostschweiz ins Saarland verlegen – und dort sogar jene Fische schlachten, die er in der Schweiz nicht mehr auf seine eigensinnige Methode schlachten darf. Doch die ist gemäss Tierschutzschlachtverordnung in Deutschland schon länger verboten. Die zuständigen Behörden im Saarland haben gegenüber fair-fish deutlich gemacht, dass sie Raab nicht gewähren lassen werden. Interessant: Die Medien hatten sich im April noch genüsslich auf den bizarren Fall gestürzt und später Raabs Behauptung, in Deutschland wäre seine Methode akzeptiert, unbesehen verbreitet – dass das Gegenteil zutrifft, ist ihnen jedoch keine Meldung wert. Mehr.

Europa, fang die eigenen Fische!

06/2009: Zum Welt-Meerestag vom 8. Juni fordert fair-fish eine echte Umkehr der EU-Fischereipolitik. Das unlängst publizierte Grünbuch der EU gesteht zwar den Bankrott der langjährigen Politik ein, weicht aber den wahren Gründen aus. Eine echte Reform verlangt radikalere Einschnitte. Mehr.

Übergabe der Petition Fischzucht

06/2009: Am 5. Juni 2009 erhielt das Schweizer Bundesamt für Veterinärwesen 3466 Unterschriften, mit welchen eine sofortige Amtsverordnung über die Zucht und Haltung von Fischen verlangt wird. Die Petition wurde getragen und übergeben von: Verein fair-fish, Schweizer Tierschutz STS, Schweiz. Gesellschaft für Tierschutz/Pro Tier, Ocean Care und Zürcher Tierschutz. Mehr.

fair-fish verlangt Verbot von «Melander»

03/2009: Der Verein fair-fish fordert vom St. Galler Kantonstierarzt, über die Fischfabrik «Melander» ein sofortiges Verbot der Zucht, Haltung und des Verkaufs von Fischen zu verhängen. Gleichzeitig fordert fair-fish vom Bundesamt für Veterinärwesen, endlich eine Verordnung über das Züchten und Halten von Fischen vorzulegen. Eine Petition unterstützt diese Forderungen. Mehr.

Braucht es noch mehr Fischzucht-Labels?

02/2009: Nicht nur die Fischzucht boomt, sondern auch die Zahl der Labels für mehr oder weniger gute Fischzucht. Auch der Schweizer Zertifizierer IMO-control und der Lachs Dialog von WWF USA haben jüngst Richtlinienentwürfe vorgelegt. Beiden gemeinsam ist: Sie bringen nichts Neues, weder bezüglich Tierwohl noch bezüglich der Fischmehl-Problematik. fair-fish meint: Von solchen Labels braucht es nicht noch mehr. Mehr (in Englisch).

 

 

2008

Kritik an Richtlinien für Tilapia-Zucht

12/2008: fair-fish begrüsst den ersten Entwurf des Internationalen Tilapia-Dialogs, vermisst aber Kriterien für Tierwohl und Tiergesundheit. Dies ist umso erstaunlicher, als das Wohlsein der Tiere einen direkten positiven Einfluss auf die Qualität des Fischs hat. fair-fish benennt die Problemfelder: Haltungssystem, Besatzdichte, Ein-Sex-Population, Schlachtung, Krankheitsvorsorge, Mortalität, Herkunft des Fischmehls.– fair-fish richtet diese Stellungnahme auch an weitere Aquakultur-Dialoge über andere Fischarten, welche ebenfalls vom WWF koordiniert werden und Umweltschützer, Zuchtindustrie und Wissenschafter vereinigen. Mehr.

Brief an den deutschen Umweltminister

11/2008: Die erste deutsche Fischerei konnte sich für Nachhaltigkeit zertifizieren. Der von ihr gefangene Seelachs darf das WWF-Label MSC tragen. Die Initiative dazu kam vom deutschen Bundesumweltministerium. fair-fish begrüsst den Schritt und knüpft ein paar grundsätzliche Gedanken daran. Brief an Bundesminister Sigmar Gabriel.

Beschwerde gegen «Supermodel»

11/2008: Für die in Tokyo gedrehte Folge 6 der TV-Serie «Supermodel» nahmen die Verantwortlichen bewusst in Kauf, dass den Protagonistinnen in einem Restaurant lebende Fische zur Verspeisung vorgesetzt wurden und dass das Publikum mit dieser Szene konfrontiert werde. Nur die spontane Reaktion der jungen Frauen hat klargestellt, dass das Auftischen und Verzehren lebender Tiere inakzeptabel ist. Damit sind freilich die Sendeleiter ihrer Verantwortung nicht enthoben. fair-fish hat daher eine Beschwerde gegen die Sendung eingereicht.

Wirtschaftskrise auch in der Fischbranche

11/2008: Die Finanzkrise trifft auch die Fischbranche. Happig sind vor allem die Folgen des Zusammenbruchs der isländischen Banken, welche weltweit massiv in Fischerei und Fischzucht investiert haben (Kreditsumme rund 4.5 Milliarden Euro). Plötzlich ist dieser Hahn zu. Wird das die Fischindustrie beinträchtigen? Auf eine Umfrage des Fachblatts IntraFish antwortet die Branche eindeutig: 52% befürchten grosse Auswirkungen, 41% hoffen auf mässige Folgen – nur 7% denken, es ändere sich nichts.
Da die Krise längst die ganze Wirtschaft erfasst, erwischt es die Fischbranche auch andersrum. So muss etwa die im Südosten der USA tätige Fischhandelfirma Poseidon Seafood (Umsatz 100 Mio US-Dollar) ihr Geschäft aufgeben und 200 Mitarbeiter entlassen – die Nachfrage ist eingebrochen. Erst vor zwei Jahren hatte eine Private Equity Group die Mehrheit an der zwanzigjährigen Firma übernommen. Noch im Sommer 2008 hatte die Firma einen Bankkredit von 8 Mio USD erhalten, um ihren aggressiven Waschstumskurs zu finanzieren…
Noch ein Beispiel: Wolfsbarsch und Doraden aus Zucht dürften nächstes Jahr knapp werden – zahlreiche Fischfarmen steigen wegen schlechter Preise aus dem Geschäft aus. Ein Preiszerfall um die Hälfte drückt Aquakulturen im Mittelmeer in den Konkurs. Branchenkenner fordern eine Beschränkung der stark gewachsenen Produktionsmenge, um den Preis wieder zu stabilisieren. Man ist sich aber nicht einig. Ein Vorschlag geht sogar so weit, die Netzkäfige zu öffnen und die Zuchtfische den Fischern zu überlassen…
Quelle: IntraFish

Die Fischer selbst wüssten es besser

09/2008: Fangquoten sind ein Mittel gegen Überfischung – wenn jeder Fischer seine individuelle Quote erhält. So das Fazit einer Studie der Universität von Santa Barbara in Kalifornien, publiziert im neusten Wissenschaftsmagazin «Science». Überfischung ist seltener anzutreffen in Gebieten mit individuellen Quoten. Als Grund dafür vermuten die Forscher um Kevin Costello, dass individuelle Quoten beim einzelnen Fischer Anreiz zu nachhaltiger Bewirtschaftung schaffen. Nationale Gesamtquoten dagegen fördern den Wettbewerb um möglichst grosse Fänge, bevor die Quote erschöpft sei. Problematisch ist freilich die Zuteilung individueller Quoten aufgrund bisheriger Fänge; sie kann wie einst bei Einführung der Milchkontingente und später beim Handel damit zu erheblichen Ungerechtigkeiten führen.
(Quelle: www.intrafish.no/global/news/article228546.ece)

EU-Beifang-Regelung ist kontraproduktiv

09/2008: Wenn die Fangquote einer Fischart erschöpft ist, müssen in der EU Fische dieser Arten wieder ins Meer geworfen werden. Was fair-fish schon lange kritisiert, bestätigt nun auch Juan Rodriguez von der Umweltorganisation oceana.org: Die in den grossen Netzen gefangenen Fische sind beim Einholen bereits tot, weshalb ihr Wiederaussetzen nichts zum Erhalt ihrer Art beiträgt. Dennoch werfen EU-Fangschiffe oft einen grossen Teil der Fangmenge wieder über Bord – eine unglaubliche Verschwendung der Ressourcen Fisch und Erdöl. Interessant: Laut Rodriguez fangen kleinere Schiffe weniger Beifang; dessen ungeachtet setzt die EU-Fischereipolitik weiterhin auf die fortschreitende Industtialisierung mit möglichst grossen Schiffen.
Auch wenn EU-Kommissar Joe Borg die Fischereipolitik nun völlig reformieren will: Solange Mitgliedstaaten ihre Eigeninteressen durchdrücken können, wird wohl auch diese Reform nichts ändern. Schluss mit der verkehrten EU-Fischereipolitik wird erst sein, wenn Brüssel aufhört, die industrielle Fischerei jährlich mit Milliarden zu subventionieren – oder wenn es in den Meeren nichts mehr zu holen gibt...
(Quellen: http://www.pressetext.ch/pte.mc?pte=080903032 und http://www.intrafish.no/global/news/article228497.ece)

Migros schmückt sich mit fremden Flossen

06/2008: Nachdem Migros der WWF-Seafood-Group beigetreten ist, titelte das «Migros-Magazin» vollmundig «Fairer Fischen». Wir haben die Migros-Kommunikation darauf hingewiesen, dass dieser Begriff längst mit Inhalten gefüllt ist, welche die Probleme konsequenter und umfassender angehen, als Migros das nun tun will. Das von WWF und Migros verwendete Label MSC kümmert sich weder um Tierschutz noch um fairen Handel, und sogar seine Leistung bezüglich Nachhaltigkeit ist diskutabel. Solches als «faires Fischen» zu bezeichnen, ist irreführend und missbräuchlich. Wir verlangten von Migros eine Korrektur. Da sie nicht darauf eintrat, hat der Verein fair-fish Beschwerde bei der Lauterkeitskommission der Schweizer Werbewirtschaft eingereicht.

Durchbruch für Tierschutz bei Fischen

04/2008: Nach acht Jahren hat fair-fish ein wichtiges Ziel erreicht: Wesentliche Forderungen zum Tierschutz bei Fischen und Krebsen sind seit dem 23. April 2008 in der Schweizer Tierschutzverordnung verankert. Noch klaffen etliche Lücken in den Bestimmungen, doch das Grundgerüst ist nun endlich errichtet. Mehr dazu hier .

fair-fish mit Auszeichnung

04/2008: Für die Umsetzung des Projekts im Senegal wurde die fair-fish-trade GmbH von der Jury für den «Swiss Award for Business Ethics» nominiert. Die Jury anerkennt die Leistung und gratuliert zum Projekt. Dass in der Endrunde vom 23. April 2008 ein konkurrierendes Projekt den Preis verdient gewann, ist uns Ansporn, noch besser zu werden.

Schleppnetze noch verheerender

03/2008: Die Stahlseile, die in der Tiefseefischerei verwendet werden, haben eine viel vernichtendere Wirkung auf die Fischbestände als bisher angenommen. Das zeigt eine Studie von schottischen Forschern. Dies sei auch ein Grund dafür, dass die Fischbestände in der Tiefsee vor der Küste Irlands um etwa 50 Prozent abgenommen haben, berichtet das Wissenschaftsmagazin "Nature" in seiner Online-Ausgabe.
Die Schleppnetze werden immer tiefer eingesetzt – im Studiengebiet südwestlich von Irland in Tiefen bis zu 4'000 Meter. Das Forschungsergebnis macht deutlich, dass Schleppnetzfischerei immer weitere Areale der Tiefsee beeinträchtigt.
Für den Meeresbiologen Michael Stachowitsch von der Uni Wien sind Schleppnetze eine der schlimmsten Fischereimethoden. «Das ist etwa so, als walze man einen Wald nieder, um die dort lebenden Rehe zu erlegen».
Umweltorganisationen kämpfen seit Jahren gegen die Tiefsee-Schleppnetz-Fischerei, die grosse Menge an nicht genutztem Beifang und weiträumige Zerstörungen des Meeresbodens hinterlässt.
Mehr über Grundschleppnetze .
Mehr zur erwähnten Forschung .

 

2007

Thunfisch: gefährdet oder nicht?

08/2007: Der Rote oder Blauflossen-Thunfisch steht auf der roten Liste der Internationalen Naturschutzorganisation IUCN. Vor allem der Sushi-Boom hat zur akuten Gefährung diese grossen Thunfischart geführt. Vergleichsweise unbedenklich ist dagegen der Konsum von Bonitos, den kleinen Verwandten der Thunfische. Eine andere Faustregel: In Konservendosen angebotene Fischarten sind weniger gefährdet als Arten, die frisch oder tiefgekühlt verkauft werden. Grund: Die Konservenfabriken beziehen vorwiegend Fische, welche in Küstennähe und an der Wasseroberfläche leben, wo sich die Arten besonders rasch vermehren und wo mit Methoden gefischt werden kann, welche die marine Umwelt wenig belasten.
Dies und vieles mehr über Thunfische im neuen fish-facts 8 .

Ein Drittel noch nicht nachhaltig

07/2007: Eine Untersuchung des Angebots von Fischen und Meeresfrüchten in der Schweiz zeigt: Ein Drittel der angebotenen Arten sind gefährdet, überfischt oder werden mit Methoden gefangen, welche ganze Lebensräume zerstören. Die Studie wurde von Friend of the Sea, OceanCare und fair-fish durchgeführt, die Daten wurden von den wichtigsten Anbietern zur Verfügung gestellt. Mehr dazu hier.

Senegal-Projekt: Zwischenhalt

06/2007: Die Zusammenarbeit mit Migros kommt nun leider doch nicht zustande. Zwar attestiert Migros die Machbarkeit grösserer Importe von fairen Fischen aus Senegal, erachtet aber das wirtschaftliche Risiko als zu hoch. fair-fish will versuchen, das Erreichte auf andere Weise fortzusetzen, und sucht eine Million Franken für die Kosten des Aufbaus auf wirtschaftlich tragfähige Mengen sowie grössere Partner im Markt.

fair-fish ist zertifiziert

05/2007: Artisanale Fischer im Senegal , welche nach den fair-fish-Richtlinien arbeiten, sind soeben von der Société Générale de Surveillance ( SGS ) zertifiziert worden. Mit seinem Pilotprojekt im westafrikanischen Land hat der Verein fair-fish gezeigt, dass seine hochgesteckten Ziele in die Praxis umgesetzt und von einer unabhängigen Stelle kontrolliert werden können.
Nach diesem Testlauf ist das Label nun bereit für weitere Fischereien, welche sich für fair-fish zertifizieren lassen wollen. Fische mit fair-fish-Label sind bis jetzt in der Schweiz erhältlich, im Detailhandel und in Restaurants sowie per Hauslieferung. Exporte in weitere europäische Länder sind vorgesehen.
Testen Sie hier Ihren Wissensstand über das Projekt in Senegal und die Richtlinien von fair-fish.

Fischmehl und Zuchtlachs teurer

01/2007: Die Überfischung der Meere hat ökonomische Folgen, auch für Fischzüchter. Weil der Rohstoff knapper wird und die Nachfareg weiter zunimmt, steigen die Preise für Fischmehl. Die norwegische Lachszuchtindustrie, welche 2006 Gewinne vor Steuern von über 700 Mio. EUR eingefahren hat, jammert über wachsende Produktionskosten. Rund EUR 2.50 kostet es laut dem Fachblatt IntraFish inzwischen, ein Kilo Lachs zu produzieren. Eigentlich immer noch wenig, wenn es dabei um das Leben von Tieren geht...
Auch Fischöl wird immer teurer – schlechte Aussichten für alle, die ihren Bedarf an Omega-3-Fettsäuren mit Fischölkapseln decken. Höchste Zeit, sich Omega-3 auf pflanzlicher Basis zuzuführen.

«Humanes Schlachten»

01/2007: Britische Detailhändler verlangen «humanere» Methoden bei der Schlachtung von Zuchtlachsen. Die Industrie, welche die Lachse in Bädern mit Eiswasser oder Kohlendioxid betäubt, soll auf die weniger belastende elektrische Betäubung umsteigen. Ein Schritt in die richtige Richtung; freilich werden die Lebensbedingungen der Zuchtlachse damit nicht besser.

 

2006

Neue Kritik an MSC

12/2006: Das von WWF und Unilever vor zehn Jahren lancierte Label MSC ist auf eine industrielle Fischerei in der nördlichen Hemisphäre zugeschnitten. Bevor eine Fischerei zertifiziert werden kann, muss sie Berge von Daten beschaffen und einiges an Geld investieren.
Kleine Fischereien haben da kaum eine Chance - das war ein heiss diskutiertes Thema an der Sustainability Conference von Anfang Dezember in Padstow/Cornwall. Unüberwindbar sind die MSC-Hürden vor allem für Fischer aus dem Süden, wo es an Daten über Fischbestände und an finanziellen Ressourcen mangelt. Auf sie ist der Ansatz von fair-fish zugeschnitten. Kein Fischer muss ein Eintrittsgeld bezahlen, um bei fair-fish mitmachen zu können.

Schon Mitte November war das Quasi-Monopol von MSC Thema an einem internationalen Branchenkongress in London. Verschiedene Staaten planen eigene Labels für nachhaltige Fischerei. Für eine unabhängige Beurteilung ist das zwar kein gutes Zeichen. Doch Konkurrenz ist auch in der Labelwelt vorzuziehen. Lieber «Labelsalat» als ein Label-Diktat!

(Quelle: IntraFish)

In 40 Jahren keine Fische mehr?

11/2006: Eine Gruppe europäischer und amerikanischer Wissenschafter kommt in einer soeben publizierten Studie (Science, November 2006) zum Schluss, dass die Bestände aller heute genutzten Fischarten bis Mitte dieses Jahrhunderts völlig erschöpft sein werden. Die Autoren unterstreichen, noch sei die Entwicklung umkehrbar, sofern sofort Massnahmen ergriffen werden.

10/2006: Ist Nähe immer besser?

«Food milers» nennt sich eine neue Bewegung. Ihr Anliegen: Unsere Nahrung soll so nah wie möglich von unserem Wohnort produziert werden. Das ist als Zielsetzung richtig – und falsch. Mehr dazu hier .

10/2006: Fischzucht massiv zugenommen

Laut einem neuen Bericht der UNO-Ernährungsorganisation FAO stammen schon fast 50 Prozent aller Speisefische weltweit aus Fischfarmen. Das entspricht einer Zunahme um 25 Prozent seit Mitte der 1980er Jahre. Im gleichen Zeitraum blieb der Ertrag aus Fischfang unverändert. Ist die Zunahme der Fische aus Zuchten eine gute Nachricht? Nein, im Gegenteil .



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