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Alle Jahre wieder «European Seafood Exposition» in Brüssel – die grösste Fischmesse der Welt. Denn Europa ist der grösste Fischimporteur. Denn Europas Meere sind längst leer gefischt.

Jedes Jahr mehr Aussteller. Jedes Jahr mehr Aussteller mit «nachhaltigem» Angebot. «Sustainability sells», mit und ohne Label. Zunehmend ohne.

Es gibt unter den Tausenden von Ausstellern und Besuchern aber auch Fischhändler, die über den Tag hinaus denken. Die beispielsweise ernsthaft wissen wollen, was denn ein Label bringt. Ob es denn dazu führe, dass weniger gefischt werde? Denn das ist doch das Problem, sagen sie: dass zu viele Fische aus dem Meer gezogen werden, nicht wahr? Und ändert denn irgendein Label etwas daran?

Solche nachdenklichen Fischhändler werden dann noch etwas nachdenklicher über der Antwort: Natürlich wird zuviel gefischt – weil zuviel Fisch gegessen wird. Das trifft natürlich den Fischverkauf. Wir verkaufen also zuviel Fisch?, fragt einer. Und gibt die Antwort selbst: Ja, da haben Sie wohl recht. Wir verkaufen heute auch den Fisch, der uns morgen in der Theke fehlt

Leider sind solch Nachdenkliche in der Branche die kleine Minderheit. Und ihrem Handeln sind enge Grenzen gesetzt, wenn sie in der Branche bleiben wollen. Für sie und für alle ihre Kollegen wäre es einfacher, wenn die Verbraucher weniger Fisch kaufen würden. Dann würde der Markt unter veränderten Rahmenbedingungen wieder spielen.

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