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(Foto/Wikimedia)

Neuste Forschungen zeigen, dass die ins Wasser gelangten Wirkstoffe Einfluss auf das Wohlergehen und auf das Verhalten von Fischen haben.


(sh) Pharmazeutische Stoffe, die Depressionen lindern oder posttraumatischen Stress reduzieren, wirken auf vielfältige Weise auf etliche Wasserlebewesen – und zwar schon in den Konzentrationen, die wir heute in unseren Gewässern ?nden. Setzt man Wasser winzige Mengen der Wirkstoffe zu, ändern Fische ihr Verhalten auf unterschiedlichste Weise. Einige werden aggressiver und weniger vorsichtig oder fühlen sich stärker als üblich durch Licht angezogen, andere haben Probleme Futter zu finden oder sich fortzupflanzen.

Je nach Tierart und Dosis ändert sich die Wirkung

Bei anderen wiederum ändert sich das Balzverhalten auf dramatische Weise: Bei tiefen Dosen zeigen männliche Fische typisch weibliches Verhalten wie das Anlegen von Laichgruben, bei höheren Konzentrationen attackieren die Männchen weibliche Fische, statt sie zu umwerben. Die Wirkung eines Stoffes hängt aber nicht nur von der Dosis ab. Jede Art reagiert anders auf einen Wirkstoff.

Neuste Forschungen zeigen, dass gewisse Medikamente sogar positive Auswirkungen auf eine Art haben können, indem sie deren Überlebensrate erhöhen. Doch auch dies ist nicht unproblematisch, da sich dadurch die Artenzusammensetzung in einem Gewässer verschieben kann.

Unter natürlichen Bedingungen sind Fische allerdings nicht nur einer Chemikalie ausgesetzt, sondern schwimmen in einem stetig bunter werdenden Chemiecocktail. Wie sich diese Gemische als Ganzes auf die Wasserbewohner auswirken, ist noch kaum erforscht.

Wissenschaftliche Studien zum Thema:

http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0166445X14000551

http://www.sciencedaily.com/releases/2014/08/140807215759.htm

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