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Foto: Freshwater and Marine Image Bank

Jährlich werden etwa 250 Tonnen lebende amerikanische Hummer ( Homarus americanus )  aus Kanada und den USA nach Schweden importiert. Einigen Tieren gelingt - vermutlich mit menschlichem Zutun - die Flucht in die Freiheit.

Die ersten amerikanischen Hummer wurden bereits 1999 in Skandinavien entdeckt. Ein weiblicher Hummer trug hybride Eier d.h. es kam zu einer Paarung zwischen einem europäischen und einem amerikanischen Hummer. Die schwedische Umweltministerin Lena Ek befürchtet, dass die geflüchteten amerikanischen Hummer, die grösser und stärker sind als ihre europäischen Verwandten, den Bestand der heimischen nordischen Hummer nicht nur dadurch gefährden, indem sie sich unkontrolliert fortpflanzen und sich mit heimischen Hummern paaren, sondern auch durch Parasiten und Krankheiten, die sie auf die heimischen Hummer übertragen.
Daher fordert die schwedische Regierung, dass die EU lebende Hummer aus den USA und Kanada als invasive Art einstuft. Das Verbot ist für nächsten Sommer geplant. Die Schwedische Regierung hofft, dass andere EU-Länder dem schwedischen Beispiel folgen werden. Importeure, die garantieren können, dass ihren Hummern jegliche Chance auf Flucht in die freie Wildbahn verwehrt ist, sollen jedoch von dem Verbot ausgenommen werden.
80 bis 90 Prozent der Hummerimporte in die Schweiz kommen aus dieser Region. Ein EU-Importverbot würde wohl auch das Ende der qualvollen Lebendimporte aus den USA in die Schweiz bedeuten.

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