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Links: Atlantischer Hering (Clupea harengus; Bild: Archives of Pearson Scott Foresman/Wiimedia), rechts: Atlantischer Kabeljau (Gadus morhua; Bild: NOOA/Wikimedia)
Links: Atlantischer Hering (Clupea harengus; Bild: Archives of Pearson Scott Foresman/Wiimedia), rechts: Atlantischer Kabeljau (Gadus morhua; Bild: NOOA/Wikimedia)

Die Erwärmung der Meere kann die Fortpflanzung der Fischbestände in einem Meeresgebiet beeinträchtigen. Doch wie bedeutend ist dieser Faktor im Vergleich zur Verringerung des Nachwuchs durch schlechtes Fischereimanagement?

Forscher um den Kieler Fischereibiologen Rainer Froese haben diese Frage am Beispiel der westlichen Ostsee untersucht. In diesem Meeresgebiet befinden sich die Bestände von Dorsch (Kabeljau) und Hering seit Jahren am untersten Limit der Vermehrung: Die Zahl der geschlechtsreifen Tiere und damit des Nachwuchses ist drastisch eingebrochen. Im selben Gebiet sind jedoch die Bestände und der Reproduktionserfolg der übrigen kommerziell genutzten Fischarten gut oder zumindest zufriedenstellend – Fischarten mit ähnlicher lebensgeschichtlicher Charakteristik wie Dorsch und  Hering, was die Annahme nahelegt, dass sie auch ähnlich auf die Belastung durch Klimawandel und Befischung reagieren.

Die Autoren kommen zum Schluss, dass für die massiv dezimierten Bestände geschlechtsreifer Dorsche und  Heringe das stete Überfischen und die ungeeignete Selektivität des Fanggeräts (zu kleine Maschenweiten) verantwortlich ist – und nicht der Klimawandel.

Rainer Froese, Eva Papaioannou, and Marco Scotti (2022): Climate change or mismanagement? Environ Biol Fish, full text

 

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