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Kabeljau (Gadus morhua) (Foto: Hans-Petter Fjeld/Wikimedia)
Kabeljau (Gadus morhua) (Foto: Hans-Petter Fjeld/Wikimedia)

Fischhaut möchten viele nicht sehen, wenn sie ein Filet bestellen. Als Patient mit schwärenden Wunden aber könnte man sich über ein Stück Fischhaut glücklich schätzen.

Beim Verarbeiten von Fischen werden deren Schuppen und die Haut meist entfernt, weil viele Fischessenden nicht an das Tier erinnert werden mögen, dessen Filet vor ihnen auf dem Teller liegt. Dabei ist die Fischhaut reich an Nährstoffen und wird daher von den Fischschlachtbetrieben längst nicht mehr einfach entsorgt. Dünger lässt sich daraus herstellen, Kompost lässt sich damit anreichern, die Pharmazie ist längst auf diesen Rohstoff aufmerksam geworden, aus Schuppen wird sogar der Glimmer für Schminke gewonnen.

Neu wird Fischhaut auch in der Medizin eingesetzt. Schwer heilenden Wunden, wie sie vor allem bei Diabetikern auftreten, ist mit Fischhaut besser beizukommen als mit der Haut von Schweinen oder Rindern. Denn die Fische übertragen keine Krankheiten auf den Menschen, darum muss ihre Haut für die Anwendung auch nicht steril gemacht werden. Zudem ist Fischhaut lockerer, Ihre grossen Poren sind der menschlichen Haut viele ähnlicher.

Als besonders geeignet erwies sich die Haut des Kabeljau. Sie wird in Island an fangfrischen  Fischen sorgfältig abgelöst und im Labor zum Einsatz aufbereitet. Der hohe Omega-3-Gehalt dieser Fischart findet sich auch in der Haut und kann in der medizinischen Anwendung die Bildung von Hautzellen und Blutgefässen fördern, Entzündungen hemmen, Bakterien töten und sogar vor Viren schützen.

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