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Fischerhafen Kafountine, Casamance, in Senegals Süden

Nachdem die neue senegalesische Regierung Ende April 2012 die Fanglizenzen der 29 ausländischen Trawler annullierte, bringen die senegalesischen Fischer endlich wieder mehr Fisch an Land. Das ist zum einen ein Erfolg für die senegalesische Bevölkerung – zum andern aber ein trügerischer Schein.

Was zuvor von Asiaten und Europäern weggefangen wurde, wird heute von Pirogen gefangen, die gross und motorisiert genug sind, um so weit auf See zu fahren. Die küstennahe Tagesfang der kleinen Fischer dagegen verbessert sich dadurch noch nicht.

Solange die Republik Senegal sich nicht die Gesetze und die Instrumente für eine nachhaltige Fischereipolitik verschafft und diese dann konsequent anwendet, bleibt der Entzug der 29 Fanglizenzen reine Kosmetik. Denn:

  • Noch immer ist die Zahl der Pirogen etwa doppelt so gross, wie es einer nachhaltigen Nutzung entspräche.
  • Noch immer gibt es keine seriöse wissenschaftliche Erfassung der Fischbestände.
  • Noch immer sind die lokalen Fischereibehörden von laschen, unfähigen und korrupten Beamten durchsetzt. Noch immer gibt es keine ausreichend ausgerüstete Küstenwache.
  • Und noch immer verdirbt ein Teil der Fänge, weil es an lokalen Investitionen in Kühlung und Hygiene mangelt.

Von einer Erholung der senegalesischen Fischbestände kann keine Rede sein – nur davon, dass jetzt die grossen Pirogen fangen, was zuvor die grossen Trawler wegnahmen.

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