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Foto: N. N.
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In den zentralchinesischen Provinzen Hunan und Hubei wurden in den letzten Jahren viele Aquakulturbetriebe gegründet, die sich meist auf teure Arten wie Krabben spezialisiert haben. Das Wasser der Zuchteiche, die regelmässig entleert und neu gefüllt werden, gelangt ungeklärt in nahe gelegene Flüsse und Seen.


Nährstoffe und Gifte aus den Aquakulturbetrieben vergiften das Wasser und führen zu Algenblüten. Zudem tragen auch die Abwässer aus nahe gelegenen Geflügel- und Schweinefarmen zur miserablen Wasserqualität bei.

Trinkbares Wasser wird knapp

Um die Wasserverschmutzung einzudämmen, haben chinesische Behörden nun beinahe 500 Geflügel- und Schweinefarmen geschlossen [1] und Tausende Netzkäfige aus den Seen entfernen lassen, wobei erst etwa einen Viertel der geplanten Schliessungen bereits erfolgt sind. Die betroffenen Landwirte und Aquakulturbetreiber sollen laut Angaben der Behörden entschädigt und wenn möglich umgeschult werden. Die übrig bleibenden Krabben- und Fischzüchter müssen nun umweltfreundlicher produzieren.

Die Schliessungen erfolgen aber nicht nur aus Einsicht, sondern vor allem, weil die Behörden auf Druck der Öffentlichkeit hin bis 2018 Daten zur Wasserqualität veröffentlichen müssen. Aktuell sind ein Drittel aller Seen und Flüsse in China so stark verschmutzt, dass sie für Menschen nicht mehr nutzbar sind. Auch 60 bis 80 Prozent des Grundwassers sind so stark verschmutzt, dass das Wasser nicht mehr trinkbar ist [2]. 

Quellen:

[1] Seafood Source, 16.12.2016

[2] Tagesschau ARD, 19.05.2016


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