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Die gute Nachricht: 
Endlich Fischwohl-Kriterien in der Aquakultur
 
Zum ersten Mal legt ein Fischzucht-Label die Richtlinien für das Fischwohl von gleich 24 Spezies vor, dank der Zusammenarbeit der Forschungsgruppe von fair-fish international und dem internationalen Label «Friend of the Sea» (FOS) mit Unterstützung der Stiftung Open Philanthropy. 
in zweijähriger Arbeit erstellte fair-fish Kriterien und Indikatoren für das Wohl von 24 verschiedenen Fischarten, die in Aquakultur gehalten werden. Grundlage hierfür waren die wissenschaftlichen Erkenntnisse aus unserer FishEthoBase und die Erfahrungen auf 50 ins Projekt einbezogenen Fischzuchten in 12 Ländern.
Gestützt hierauf ergänzte FOS seinen Standard um Fischwohl-Richtlinien, die sich bis Ende Januar in einer öffentlichen Konsultation befinden. 
Richtlinienentwürfe (auf dieser Seite nach unten scrollen)
 
Mehr dazu und zum «Fischwohl in der Aquakultur – Probleme und Lösungsansätze» 
zusammengefasst in einem Heft –> Gratis herunterladen
 
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Radio: Fisch auf meinem Teller – was ess ich da eigentlich?
 
Dieser Frage geht Schweizer Radio SRF in einer Hintergrundsendung nach und befragt Fachleute aus Handel und Umweltbewegung – und fair-fish.
Der Podcast ist ab 10. Februar hier verfügbar.
 
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Fischerei ohne faule Tricks
 
Die Fischbestände sind überfischt, die Fangerträge sinken. Darum setzt die industrielle Fischerei zunehmend FADs ein, eine Methode, um viele Fische anzulocken. Neu ist dieses Verfahren auch unter dem MSC-Label erlaubt – fair-fish wehrt sich dagegen.
Ein «Fish Aggregating Device» (FAD) ist eine Vorrichtung, um Fische anzulocken. Es nutzt das Verhalten vieler pelagischer Fischarten (Thunfische, Makrelen, Heringe, Sardinen u.a.m.), die sich gerne in der Nähe von schwimmenden Körpern aufhalten. Eine Kampagne des NGO-Verbunds «On the Hook», dem auch fair-fish angehört, fordert nun den MSC auf, FADs nicht mehr zu akzeptieren.
 
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Schweiz: Fang von Aalen wird verboten
 
Der Aal (Anguilla anguilla) gilt in der Schweiz neu als «vom Aussterben bedroht» und darf nicht mehr gefangen werden. Auf den 1. Januar 2021 wurde in der Verordnung zum Bundesgesetz über die Fischerei (VBGF) der Gefährdungsstatus von 25 Arten angepasst. Von den 75 in der Verordnung aufgeführten einheimischen Fisch- und Krebsarten gelten 9 als ausgestorben, 16 sind vom Aussterben bedroht, 10 Arten sind stark gefährdet, 12 gefährdet und 9 potenziell gefährdet. 
 
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Leuchtende Tintenfische dank Bakterien
 
Warum kann ein Tintenfisch nachts leuchten? Weil er ganz viele Bakterien mit sich herumträgt, die sich chemisch darauf verständigen, auf Bioluminiszenz umzuschalten. Der Tintenfisch selbst kann die Stärke dieses Lichts regulieren – und er kann sich tagsüber im Sediment liegend der Bakterien entledigen und sie abends wieder aufnehmen. 
 
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Die Lebensgeschichte eines Fischs archiviert in dessen Auge
 
Die Augäpfel von Fischen verraten – ähnlich wie die Jahrringe bei einem Baum – die Lebensgeschichte und die Ernährung des gefangenen Tiers. Dies zeigt eine erstmalige Studie mithilfe der Analyse stabiler Isotopen, die bisher erst in der Untersuchung mariner Lebensräume angewandt wurde. Was Fischaugen enthüllen, könnte künftig Hinweise zur Verbesserung der natürlichen Lebensräume geben – und vielleicht gar zur artgerechteren Gestaltung der Lebensbedingungen in der Aquakultur?
 
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Steigende Temperaturen, weniger Fische
 
Die Erwärmung des Klimas und damit auch der Meere macht Fischen zunehmend zu schaffen, wie eine Studie USamerikanischer Universitäten zeigt: Vor allem grosse Fische haben Mühe, im wärmeren Wasser genügend Sauerstoff zu bekommen. Ein zu tiefer Sauerstoffgehalt des Wasser limitiert die Bewegungen, das Wachstum und die Vermehrung der Fische. Zusätzlich gestresst werden die Fische durch sich häufende Hitzewellen in den Ozeanen. Deren Schockwirkungen auf die Tiere ging eine Studie an der Uni Bern nach. Hintergrund.
Wer auch in Zukunft noch Fisch essen möchte, tut also gut daran, sich privat und politisch für alles einzusetzen, was den weiteren Anstieg der Temperaturen verhindert.
 
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Spendenbescheinigung 2020 mit fish-facts 32 Mitte Februar
 
Wie jedes Jahr versenden wir die Bescheinigung für Ihre Spenden im vergangenen Jahr Mitte Februar, zusammen mit der nächste Ausgabe unserer Zeitschrift fish-facts – mit Informationen zur Auswirkung der Umweltpolitik auf die Fische, zur Frage, wem die Fische eigentlich gehören, und zum Wohl von Fischen in der Aquakultur. 
fish-facts wird an Mitglieder, Abonnent/innen und Spender/innen verschickt; sie kann ab Mitte Februar auch hier heruntergeladen werden:
   
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Weitere News auf Englisch
 
Der neuste englische Newsletter von fair-fish internatlonal informiert über den Fortgang von Forschung und Beratung unserer FishEthoGroup in der Aquakultur und über neue wissenschaftliche Publikationen aus dieser Gruppe – nachzulesen hier:
   
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Herzlichen Dank für Ihre Mitlesen und Mitdenken.
Freundliche Grüsse
 
Billo Heinzpeter Studer
Präsident fair-fish international

 

fair-fish international association                 ><(((°>

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