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So rasch kann es mit einem Fischbestand zu Ende gehen. Im April 2011 hatte der isländische Fischereiminister angekündigt, dass Freizeitfischer ab 2012 keinen Heilbutt mehr fangen dürften. Denn im Frühling und Sommer lockte jeweils die Aussicht auf Heilbuttfänge viele Anglertouristen aus Deutschland und Mitteleuropa nach Island.

Doch kurz vor Weihnachten dann die überraschende Nachricht aus dem Fischereiministerium: Ab 2012 ist auch der kommerzielle Fang auf Heilbutt komplett verboten. Offenbar folgte der Minister dem Rat seiner Wissenschafter. Die hatten festgestellt, dass der Heilbuttbestand vor Island dramatisch gesunken war. Lag die jährliche Quote einst bei 8000 Tonnen, betrugen die Fänge letztlich nur noch 500 Tonnen im Jahr.

Die Lage ist so schlimm, dass auch der Beifang von Heilbutt verboten ist. Verfangen sich dennoch Heilbutte im Netz, dürfen sie aber nicht wieder ins Meer zurückgeworfen werden, sondern müssen an Land gebracht und vermarktet werden – die Einkünfte gehen allerdings an die isländische Fischereiforschung.

Mal sehen, ob die grosse EU es endlich auch mal schafft, so klug zu handeln, wie es das kleine Island einfach tut. Vermutlich rümpft man in Brüssel weiterhin einfach die Nase über die «ungezogenen» Isländer, die einfach die Makrelen fangen, welche heute in isländischen und nicht mehr in EU-Gewässern schwimmen. Das lenkt von all den riesigen Schäden ab, welche die EU seit Jahrzehnten in ihren Meeren anrichtet.

Quelle

Makrelenkrieg Island/EU

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