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Zebrafische (Zeichnungen: F. Hamilton, 1822/Wikimedia)
Zebrafische (Zeichnungen: F. Hamilton, 1822/Wikimedia)

Um zu überleben, muss sich ein Lebewesen an seine Umwelt anpassen können. Ein kluges Experiment mit Zebrafischen zeigt: Ein bequemes Leben kostet An- passungsfähigkeit.

Der Zebrafisch (Danio rerio) ist die Laborratte der Unterwasserwelt. Die Art wird seit Jahrzehnten für alle möglichen Untersuchungen ge- nutzt und hat sich so über 150 Generationen hinweg unter Laborbedingungen fortgepflanzt. Forscher haben realisiert, dass sie damit über die Grundlage für ein perfektes Evolutionsexperiment verfügen: Wie hat sich die Anpassungsfähigkeit (Plastizität) von Laborfischen an wechselnde Umweltbedingungen entwickelt im Vergleich zu ihren wildlebenden Artgenossen?

Um dies zu testen, setzten sie Laborfische, die normalerweise bei einer Temperatur von 28 °C gehalten werden, Schwankungen zwischen 10 und 38 °C aus, was den Lebensbedingungen der Zebrafische in der Natur entspricht. Sie beobachteten das Schwimm- verhalten, das Wachstum und weitere Parameter und verglichen die Resultate mit den Werten einer Kontroll- gruppe aus wildgefangenen Zebrafischen.

Tatsächlich zeigte sich, dass die Laborfische ihre Plastizität verloren, weil sie sie nicht mehr brauchten. Damit stellt sich aber auch die Frage, für wen die Laborfische denn noch Modell stehen, wenn sie sich von ihren Artgenossen in der Wildnis so stark unterscheiden.

Zusammenfassung der Studie in Science Daily

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