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Der Preis einer Fischmahlzeit

Die Probleme rund um die Meeresfischerei gründen auf zwei Tatsachen: 1. Der weltweite Fischkonsum ist zu hoch und nimmt ständig zu. 2. Meeresfische sind viel zu billig, weil die Fischbestände gratis ausgebeutet werden dürfen.

Heute versuchen grosse Fischkonsumländer, sich den Fisch von morgen durch industrielle Fischzuchten zu sichern. Das kann nicht gut ausgehen. Weil Wildfisch zu billig ist, muss Zuchtfisch noch billiger sein. Denn wer würde für weniger wertvollen Fisch mehr bezahlen? Darum «rentiert» nur industrielle Massenfischhaltung, mit all den längst bekannten Folgen für Umwelt, Tiere und Qualität.

Nur wenn Fische ihren wahren Preis kosten, werden sie auch für unsere Kinder und Enkel noch ein Genuss sein.

Und bei fair-fish?

Die «fairen Fische» aus Senegal sind eine Qualität für sich. Sagen jene, die davon gekostet haben. Kein Wunder, denn: Diese Fische lebten frei, wurden schonend gefangen, sofort betäubt getötet und auf Eis gelegt.

Solche Fische können nicht billig sein. Auch wenn wir bewusst auf die teuren, da gefragten, aber längst überfischten Arten verzichten.

Rücksichtsvolle Fischerei kostet mehr – auch deshalb, weil die Fischer und ihre Frauen einen deutlich höheren Preis von uns erhalten.

Natürlich können Sie billigere Fische kaufen. Doch wie lange noch, wenn Fische immer rarer werden?



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