EN | FR | IT

KONTAKT  -  SPENDE  -  BLOG

Letzte Aktualisierung am .

Gentechlachs wird wesentlich Grösser als seine natürlichen Verwandten (Foto: AFP)

Im fair-fish info 54 haben wir darüber berichtet, dass die US-amerikanische Lebensmittelbehörde FDA entschieden habe, dass gentechnisch veränderter Lachs verkauft werden darf. Dies wäre die weltweit erste Zulassung für ein gentechnisch verändertes tierisches Produkt. Ende Januar kam nun die Kehrtwende! Der Gentechlachs, der ausserhalb der USA gezüchtet wird, darf laut FDA nun doch nicht in die USA importiert und verkauft werden! Zumindest nicht in diesem Jahr... Bei 30 weiteren gentechnisch veränderten Fischarten wurde ebenfalls noch keine Zulassungsbewilligung für den Verkauf erteilt.

Der Grund für die plötzliche Kehrtwende der FDA war eine Forderung des US-Kongresses. Die Kongressmitglieder verlangten, dass der Lachs nur dann verkauft werden dürfte, wenn er klar als Gentechlachs deklariert würde. Ein Novum für die amerikanische Lebensmittelindustrie, das weitreichende Folgen für andere gentechnisch veränderte Produkte hätte, die in den USA nach wie vor ohne Deklaration verkauft werden. Laut FDA muss die korrekte Etikettierung nun zuerst geklärt werden, bevor das Verbot aufgehoben werden kann.
Europäische Politiker sind vorerst beruhigt
Das Hickhack um die Zulassung des Gentechlachses in den USA hat auch europäische Politiker aufgeschreckt, denn wenn das umstrittene Freihandelsabkommen TTIP in Kraft tritt, müsste auch der Gentechlachs in der EU zum Verkauf zugelassen werden. Und sehr wahrscheinlich müsste dann auch die Schweiz, welche die Auflagen der EU ja meist übernimmt, den „Frankenfisch“ im Verkaufsregal akzeptieren.

Pingbacks

Pingbacks sind deaktiviert.

Kommentare

Kommentare deaktiviert.



Wängistrasse 29    8355 Aadorf