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Fischhändlerin und Fischer am Strand von Soumbédioune, Senegal (Studer / fair-fish)
Fischhändlerin und Fischer am Strand von Soumbédioune, Senegal (Studer / fair-fish)

Bringen die Partnerschaftsabkommen der EU mit afrikanischen Ländern den dortigen Fischern endich eine bessere Zukunft? Eine Expertin äussert sich optimistisch.

In Afrikas Küstenstaaten sind die handwerklichen Kleinfischer eine tragende Säule eines bedeutenden Wirtschaftszweigs; im Senegal etwa stammt der grösste Teil der angelandeten Fänge aus ihren Pirogen. Von der Politik hingegen werden diese Fischer meist wie Statisten behandelt, von ihren eigenen Regierungen wie auch von ausländischen Ministern, die Fangrechte für deren Fischereiindustrie aushandeln.

Dank der 2013 reformierten Fischereipolitik der EU könnte sich für die afrikanischen Fischer etwas zu verändern beginnen. Die partnerschaftlichen Fischereiabkommen mit afrikanischen Staaten hätten den Kleinfischern im letzten Jahrzehnt zunehmende Berücksichtigung gebracht, sagt Anaïd Panossian, Expertin für  internationales Meeres- und  Fischereirecht, und das werde sich in diesem Jahrzehnt noch verstärken: Im Programm für die Zusammenarbeit der EU mit Schwarzafrika in den Jahren 2021-2027 erhalten Meere und Fischerei eine grössere Bedeutung. Zu den Zielen des neuen Plans gehört die Verbesserung der nachhaltigen Nutzung von Ozeanen, Küstengebieten, Flusseinzugsgebieten und Seen.

Die Unterstützung zivilgesellschaftlicher Organisationen ist eine  Schlüsselpriorität des neuen Plans. Die Eigenständigkeit lokaler Gemeinschaften, soziale Gerechtigkeit und partizipative Entscheidungsfindung sollen gestärkt werden. Damit erhalte die artisanale Fischerei eine einzigartige Gelegenheit, sich aus ihrer «Unsichtbarkeit» zu befreien und die Anerkennung seiner Bedürfnisse zu erlangen.

Wenn dieses Programm in der Praxis tatsächlich umgesetzt wird, findet das kleine Beispiel, das fair-fish mit seinem Projekt im Senegal 2004-2009 zu setzen versucht, eine grosse starke Schwester – fehlen dann nur noch Massnahmen, damit die Fische nicht lange leiden müssen.


 

 
 

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