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Schwarm von Mobularochen (Mobula munkiana, Foto: Peter Wirtz / FishBase,org)
Schwarm von Mobularochen (Mobula munkiana, Foto: Peter Wirtz / FishBase,org)

Männchen der Mobularochen bieten in der Paarungszeit ein spektakuläres Schauspiel: Sie katapultieren sich aus dem Wasser in die Luft, fliegen kurz wie Vögel und lassen sich dann mit einem lauten Knall platt auf die Oberfläche fallen – bloss, um ein Weibchen zu betören, oder auch einfach aus Lust am Spiel?

Die Mobularochen (Mobula munkiana) leben im Ostpazifik, ernähren sich vor allem von Shrimps und werden 1-2 Meter lang. Sie leben einzeln oder in kleinen Gruppen, doch manchmal bilden sie die grössten Schwärme unter allen Rochen. Es wird angenommen, dass sie das tun, um eine Partnerin für die Paarung zu finden.

Zu Tausenden versammeln sich die Maobularochen in einer an Plankton reichen Meeresgegend und fressen sich hier die Energie an, die sie für eines der grössten Naturspektakel brauchen. Sobald der Schwarm wächst, katapultieren sich einzelne Männchen aus dem Wasser in die Luft, fliegen kurz wie Vögel und lassen sich dann mit einem lauten Knall platt auf die Oberfläche fallen. Immer mehr folgen dem Beispiel, immer wieder tun sie’s, wie hier auf Fotos zu sehen, oder in Videos hier oder hier.

Je grösser ein Rochen ist und je weiter er fliegt, desto lauter der Knall – und desto eher interessiert sich dann ein Weibchen für ihn, so die ewig gleiche sex-fixierte und zugleich enorm lustlose Annahme von Soziobiologen. Warum springen denn auch deutliche kleinere Männchen, die nach dieser Logik gar keine Chance auf ein Weibchen haben? Könnte es sein, dass sie einfach Spass daran haben? Dass sich alle, die springen, einfach freuen an diesem Spiel? Dass die riesige Versammlung ein grosses Fest ist, bei dem ausgelassen gefeiert wird, und ganz nebenbei kopuliert man auch noch?

Warum dürfen Tiere in der engen Weltsicht mancher Biologen keinen Spass haben und keine Freude empfinden und müssen sich in allem, was sie tun, auf den einzigen Zweck der Fortpflanzung ausrichten? Vielleicht deswegen, weil es sehr viel schwieriger sein würde, Tiere zu nutzen, wenn wir wissen, dass sie fruchtbar gern Spass haben und sich an Dingen freuen können. Solches Wissen ist «un-nütz»; es soll lieber nicht in diese Richtung geforscht werden. Und wer könnte das besser verhindern als eine Wissenschaft

Je grösser ein Rochen ist und je weiter er fliegt, desto lauter der Knall – und desto eher interessiert sich dann ein Weibchen für ihn, so die ewig gleiche sex-fixierte und zugleich enorm lustlose Annahme von Soziobiologen. Warum springen denn auch deutliche kleinere Männchen, die nach dieser Logik gar keine Chance auf ein Weibchen haben? Könnte es sein, dass sie einfach Spass daran haben? Dass sich alle, die springen, einfach freuen an diesem Spiel? Dass die riesige Versammlung ein grosses Fest ist, bei dem ausgelassen gefeiert wird, und ganz nebenbei kopuliert man auch noch?

Warum dürfen Tiere in der engen Weltsicht mancher Biologen keinen Spass haben und keine Freude empfinden und müssen sich in allem, was sie tun, auf den einzigen Zweck der Fortpflanzung ausrichten? Vielleicht deswegen, weil es sehr viel schwieriger sein würde, Tiere zu nutzen, wenn wir wissen, dass sie fruchtbar gern Spass haben und sich an Dingen freuen können. Solches Wissen ist «un-nütz»; es soll lieber nicht in diese Richtung geforscht werden. Und wer könnte das besser verhindern als eine Wissenschaft vom Leben, die sich von der Industrie der Lebensnutzung in die Pflicht nehmen lässt?

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